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Was sind Portfolio-Fonds?

Risiko-Diversifikation mit Investitionen in Immobilien, Flugzeuge, Erneuerbare Energien, Rohstoffe…

Wer streut, fährt besser: Dies ist die Kernaussage von Harry Markowitz Portfolio-Theorie, für die er 1990 den Nobelpreis bekam. Er hatte nachgewiesen, dass 90 Prozent des Anlageerfolgs von der richtigen Streuung auf die Anlageklassen abhängt und nur 10 Prozent vom richtigen Investitionszeitpunkt. Diese Erkenntnis machen sich die Portfolio-Fonds zu nutze.

Um unnötige Risiken zu vermeiden und eine möglichst gleichmäßige Wertentwicklung zu erreichen, investieren Portfolio-Fonds in verschiedene Asset-Klassen, die sich weitgehend unabhängig voneinander entwickeln. Beispielsweise verhalten sich die Immobilienmärkte relativ unabhängig von den Schiffs-, Aktien-, Lebensversicherungs- und Energiemärkten. Ähnliches gilt für die meisten anderen Asset-Klassen.

Die Vermögensstreuung soll bei Portfolio-Fonds mindestens über fünf Asset-Klassen erfolgen. Neben der Asset-übergreifenden Streuung wird auch innerhalb einer Asset-Klasse diversifiziert, indem beispielsweise mehrere verschiedene Immobilienfonds gezeichnet werden. In der Regel bringen die Einzelinvestments einen gewissen Inflationsschutz mit.

Viele Möglichkeiten der Portfolio-Zusammensetzung

Die Konzepte sind unterschiedlich. Oft erfolgen Investitionen in andere geschlossene Fonds – beispielsweise Immobilienfonds oder Energiefonds. Andere Investitionswege sind das Direkt-Investment, die Investition in institutionelle Fonds oder die Investition in Objektgesellschaften. Der Nachteil dieser Konstruktionen liegt auf der Hand: Es entsteht eine doppelte Kostenstruktur, auf Ebene des Dachfonds fallen Kosten an und dann noch einmal für die Struktur des Zielfonds. Nur beim Direktinvestment entfällt die zweite Kostenebene. Dafür muss der Fonds hierbei den ganzen Verwaltungsaufwand – beispielsweise bei einer Immobilien – selbst tragen. Ein weiteres Risiko bei Portfolio-Fonds: Anbieter können eigene Fonds, die sich nicht platzieren lassen, in den Portfolio-Fonds „unterbringen“. Natürlich ist dies nicht unbegrenzt möglich, da in der Regel Obergrenzen für Einzelbeteiligungen vorgesehen sind.

Von großer Bedeutung: Investitionskriterien

In der Zeichnungsphase haben Portfolio-Fonds noch keine Investitionen getätigt. Die Anleger müssen sich also voll und ganz auf die Anlagerichtlinien oder Investitionskriterien verlassen. Diese sollten gründlich unter die Lupe genommen werden. Häufig sind für die einzelnen Asset-Klassen Richtwerte oder Obergrenzen vorgegeben. Beispielsweise maximal 50 Prozent in Immobilien, maximal 20 Prozent in Rohstoffe usw. Daneben können auch für Fremdwährungen Grenzen vorgegeben sein: Beispielsweise dürfen maximal 40 Prozent der Fondsvermögens in US-Dollar-Investments fließen. Daneben gibt es Obergrenzen für einzelne Zielfonds, um Klumpenrisiken zu vermeiden: Beispielsweise darf kein Einzelinvestment mehr als 20 Prozent des Fonds ausmachen.

Investiert der Portfolio-Fonds in Zielfonds, existieren in der Regel Kriterien für die Auswahl des Zielfonds. Beispielsweise muss der Anbieter namhaft sein und schon eine Weile am Markt präsent. Zudem muss das Management einen positiven Track-Record (Leistungsilanz) vorlegen und über die entsprechende Erfahrung verfügen.

Die wichtigsten Anbieter geschlossener Portfolio-Fonds (gemessen am verwalteten Bestand):

  • FLEX Fonds Capital
  • WealthCap
  • BVT

(Quelle: bsi Bundesverband Sachwerte und Investmentvermögen e. V., Branchen Zahlen 2013)

Zusammenfassung

Portfolio-Fonds haben unter den geschlossenen Fonds immer eine Nischenrolle gespielt. Der große Vorteil von Portfolio-Fonds ist die Risikostreuung über mehrere Asset-Klassen. Nachteilig ist die doppelte Kostenstruktur.

Weiterführende Links

www.portfoliofonds.net
portfoliofonds.com
www.focus.de/finanzen/banken/beteiligungen/tid-7156/portfoliofonds_aid_70411.html
www.wallstreet-online.de/geschlossene-fonds/portfoliofonds

Hier finden  Sie alle Portfoliofonds

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