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Was sind Leasingfonds?

Von der Globalisierung profitieren: Mit Investitionen in Flugzeuge, Container oder Triebwerkfonds

Das Leasing-Geschäft ist heutzutage allgegenwärtig: Autos, Büroeinrichtungen oder Software werden geleast. Aber auch Groß-Mobilien sind Teil des Leasing-Geschäfts – beispielsweise Flugzeuge, Helikopter, Container, Lokomotiven und Flugzeugtriebwerke. Leasingfonds sind ähnlich wie Immobilienfonds konzipiert. Das Investitionsobjekt wird langfristig – oft zehn Jahre – an einen bonitätsstarken Leasing-Nehmer vermietet. Alle wichtigen Komponenten wie die Höhe der Leasing-Raten, Verteilung der Wartungskosten sind im Leasing-Vertrag geregelt. Oft existieren nach Ablauf der Erstlaufzeit Verlängerungsoptionen seitens des Leasing-Nehmers. Am Ende der Laufzeit muss der Fonds das Objekt in einer möglichst günstigen Marktphase veräußern.

Flugzeugfonds: Investition in einen Markt mit hohem Wachstumspotenzial

Die Luftfahrtindustrie ist eine Wachstumsindustrie: Jährlich werden 2,4 Milliarden Passagiere transportiert. Weltweit schafft die Branche rund 32 Millionen Arbeitsplätze. Der Passagierverkehr wuchs seit den 60er Jahren um durchschnittlich fünf Prozent pro Jahr. Circa alle 15 Jahre hat sich der globale Passagierverkehr verdoppelt. Laut „Global Market Forecast“ des Flugzeugherstellers Airbus wird sich der Passagierverkehr auch zwischen 2012 und 2027 verdoppeln. Der Passagierverkehr wird in Revenue Passenger Kilometer (RPK) gemessen, ein RPK bedeutet, dass eine Person einen Kilometer weit geflogen wurde. Aktuell liegt der globale Passagierverkehr bei rund 6 Billionen RPK, bis 2032 erwartet Airbus einen Anstieg bis auf 14 Billionen RPK. Das Marktumfeld für Investitionen ist also günstig.

Üblicherweise werden Passagierflugzeuge anhand der Größe in vier Klassen eingeteilt. An der Spitze stehen die „Very Large Aircrafts“, dann folgen die Twin-Aisle-Flugzeuge, dann die Single-Aisle-Maschinen und als kleinste Klasse die Regional- und Business-Jets.

Zahlenmäßig ist die Klasse der Single-Aisle-Flugzeuge am größten. Mehr als die Hälfte aller Passagier-Flugzeuge, rund 12.000 Maschinen, gehören zu dieser Klasse. Diese Maschinen werden hauptsächlich auf Kurz- und Mittelstrecken innerhalb Europas und Nordamerikas eingesetzt. Klassisches Beispiel ist der Airbus A320. Das Single-Aisle-Segment wird künftig am stärksten Wachsen. Airbus erwartet die Ablieferung von rund 20.200 Maschinen in den nächsten 20 Jahren. Aufgrund der hohen Nachfrage sind die Maschinen sehr fungibel. Sie eignen sich daher für geschlossene Flugzeugfonds besonders, da das Vermarktungsrisiko am Laufzeitende nicht übermäßig hoch ist.

Allerdings kamen in den letzten Jahren mehrere Flugzeugfonds mit dem Airbus A380 auf den Markt. Das Risiko bei diesen Fliegern: Es fehlen Erfahrungswerte, wie hoch die Verkaufspreise der Maschinen in 10 oder 15 Jahren sein könnten.

Die Laufzeit des Leasingvertrags beträgt bei Flugzeugfonds oft zehn Jahre. Er überträgt alle laufenden Kosten des Flugzeugs auf die leasing-nehmende Airline – beispielsweise Lizenz- und Flughafengebühren, Kosten für Wartung, Instandhaltung und Instandsetzung.

Flugzeugfonds bringen jedoch auch einige Risiken mit sich: Es besteht grundsätzlich die Gefahr, dass der Leasingnehmer ausfällt – angesichts der schwierigen Finanzlage vieler Airlines ist dies nicht ganz abwegig. Darüber hinaus muss der Flugzeugfonds am Ende der Laufzeit die Maschine verkaufen. Damit geht ein generelles Marktpreisrisiko einher. Denn obwohl die Prognosen des Flugzeugmarktes positiv sind, ist dieser auch sehr anfällig für Krisenereignisse – wie beispielsweise die Terroranschläge vom 11. September 2001.

Container – Investition in die globalen Allzweck-Transportkisten.

Der Container ist das Symbol für die Globalisierung schlechthin: Ein Großteil aller produzierten Güter wird heute in Containern über die Meere transportiert. Die Wachstumsprognosen für den Container-Markt sind vergleichbar gut günstig wie beim Flugzeugmarkt. Das Fondskonzept ist ebenfalls ähnlich wie bei Flugzeugfonds: Die Fonds erwerben die Container. Diese werden vom Fondsanbieter an internationale Reedereien oder Leasing-Gesellschaften vermietet. Daraus werden Mieteinnahmen generiert. Gegen Risiken wie Verlust oder Schäden sind die Container versichert. Am Ende der Fondslaufzeit – oft fünf Jahre – werden die Container weiterverkauft. Der Verkaufserlös erreicht bei guter Wartung zwischen 50 und 60 Prozent des Kaufpreises.

Zusammenfassung

Leasingfonds bieten die Chance, in interessante Wachstumsmärkte zu investieren. Dies gilt vor allem für Flugzeugfonds. Die Märkte sind zwar Schwankungen unterworfen, langfristig sind die Wachstumsperspektiven jedoch gut. Vor allem Flugzeugfonds fanden den Anlegern großen Anklang. Dass es derzeit so wenig Flugzeugfonds gibt, liegt eher am knappen Angebot. Trotz des günstigen Umfeldes gilt auch bei Flugzeugfonds: Anleger sollten sich genau ansehen, wieviel Erfahrung der Anbieter hat und welcher Leasingnehmer die Maschine gemietet hat.

Weiterführende Links:

www.airbus.com
www.boeing.de
www.finanztip.de/recht/bank/containerfonds.htm
www.containerbeteiligung.net
www.flugzeugfonds.net

Hier finden Sie alle Leasingfonds

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