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Was sind Infrastruktur-Fonds?

Großer Bedarf: Investitionen in Straßen, Stromnetz und Schulen

In Zeiten klammer öffentlicher Kassen wird immer deutlicher, dass der Staat nicht alle Infrastruktur-Investitionen selbst finanzieren kann. An dieser Stelle kommen die Infrastruktur-Fonds ins Spiel: Die Fonds finanzieren beispielsweise den Bau einer Straße oder sonstiger Infrastruktur. Dafür bekommen sie im Gegenzug das Recht, Mautgebühren zu erheben.

Infrastruktur-Projekte erfordern große Summen. Daher kaufen geschlossene Fonds nicht direkt Einzelprojekte, sondern beteiligen sich über Zielfonds, die die Gelder bündeln und dann in verschiedene Infrastruktur-Projekte investieren. Der Vorteil dieser Struktur: Über die Beteiligung an verschiedenen Zielfonds wird eine hohe Diversifikation erreicht.

Infrastruktur-Investitionen haben weltweit großes Potenzial. In den Schwellenländern wie beispielsweise Indien besteht ein enormer Bedarf an Straßen, Brücken usw. In den Industrienationen liegt der Fokus eher auf der Instandhaltung und Sanierung der bestehenden Infrastruktur. Insbesondere in den USA wird für Transport- und Energienetze ein großer Instandhaltungsstau identifiziert.

Grundsätzlich lässt sich Infrastruktur einteilen in technische Infrastruktur, wozu die Bereiche Energie und Verkehr zählen, und soziale Infrastruktur wie beispielsweise Krankenhäuser Schulen u.ä.

Vorteile von Infrastruktur: Langfristige, stabile und konjunkturunabhängige Einnahmen

Infrastruktur-Projekte bringen verschiedene Vorteile mit sich. Erstens ist die Nachfrage der Bevölkerung in der Regel wenig konjunkturanfällig. Straßen, Schulen, Energie etc. werden immer und unabhängig von der Konjunktur benötigt. Die Einnahmen sind stabil und gut kalkulierbar. Zudem haben Infrastruktur-Projekte oft eine Art Monopol-Stellung, d.h. die Nutzer können nicht einfach ausweichen – beispielsweise auf einen anderen Flughafen. Daher lassen sich Preissteigerungen durchsetzen, die zumindest der Inflationsrate entsprechen. Insofern bieten Infrastruktur-Projekte Inflationsschutz.

Der Nachteil bei Infrastruktur-Investments ist, dass das Kapital lange gebunden ist – oft Jahrzehnte. Die Renditen sind eher niedrig. Weitere Risiken bestehen, wenn bei einzelnen Projekten zu positive Annahmen getroffen werden. Dies wäre der Fall, wenn bei einer Maut-Straße die tatsächliche Nutzerzahl deutlich niedriger wäre als prognostiziert. Des Weiteren eignen sich nicht alle Infrastruktur-Projekte als Investment-Möglichkeit. Ein Großteil wird auch künftig noch von den Staaten finanziert werden müssen.

Grundsätzlich existieren zwei Wege, wie Einnahmen erzielt werden können. Entweder erlaubt der Staat dem Investor, bei den Nutzern Gebühren zu erheben – beispielsweise bei einer Straßenmaut. Die andere Möglichkeit: Der Investor überlässt dem Staat das Objekt gegen ein Nutzungsentgelt – beispielsweise indem der Staat Miete für ein Schulgebäude zahlt.

Die wichtigsten Anbieter geschlossener Infrastruktur-Fonds (gemessen am verwalteten Bestand):

  • CFB
  • Hannover Leasing
  • Paribus Capital

(Quelle: bsi Bundesverband Sachwerte und Investmentvermögen e. V., Branchen Zahlen 2013)

Zusammenfassung

Infrastruktur kann eine interessante Investitionsmöglichkeit sein – inflationsgeschützt, konjunkturunabhängig, mit langfristig stabilen Einnahmen. Gleichwohl sind die Angebote für Privatanleger selten. Anleger sollten sehr genau prüfen, ob der Anbieter bereits Infrastruktur-Fonds realisiert hat und wie sich diese entwickeln. Der Erfolg hängt ganz wesentlich von der Qualität des Zielfonds und vor allem dessen Management ab. Hier sollte auf jeden Fall ein erfahrenes Haus involviert sein.

Weiterführende Links

www.dasinvestment.com/thema/geschlossene-fonds/infrastrukturfonds/
www.geschlossener-fonds.net/infrastrukturfonds.html

Hier finden Sie alle Infrastruktur-Fonds

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